An der Saale hellem Strande
An der Saale hellem Strande stehen Burgen stolz und kühn Ihre Dächer sind zerfallen, und der Wind streicht durch die Hallen, Wolken ziehen d´rüber hin. Zwar die Ritter sind verschwunden, Nimmer klingen Speer und Schild; Doch dem Wandersmann erscheinen In den altbemoosten Steinen Oft Gestalten zart und mild.
Droben winken schöne Augen, Freundlich lacht manch roter Mund, Wand'rer schaut wohl in die Ferne, Schaut in holder Augen Sterne, Herz ist heiter und gesund
Und der Wand´rer zieht von dannen Denn die Trennungsstunde ruft Und er singet Abschiedslieder Lebewohl tönt ihm hernieder Tücher wehen in der Luft.
(unter Studenten verbreitet: "Und der Wandrer muß von dannen von den Brüdern fortgebannt und er singet Abschiedslieder zieht zur Heimat, kehrt nicht wieder an des Rheines kühlen Strand")
Text: Franz Kugler , 1826 (1808-1858) Musik: Friedrich Ernst Fesca , 1822 (1789 - 1826) Diese Melodie wurde ursprünglich zu dem Text " Heute scheid ich, morgen wander ich " geschrieben - eine Version des Liedes auch: " An des Rheines hellem Strande "
auf die gleiche Melodie wird gesungen
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